Samstag, 22. August 2015

Hinflug

Hallo ihr Lieben,

bevor ich mit dem eigentlichen Post beginne, möchte ich euch zuerst einmal mitteilen: ich bin gut und sicher in den USA angekommen und finde es hier bei meiner kalifornischen Gastfamilie sehr schön.
Am Freitag bin ich bereits um 2.30 Uhr aufgestanden und habe mich dann knapp eine Stunde später zusammen mit meinen Eltern und meiner besten Freundin auf den Weg zum Flughafen nach Friedrichshafen gemacht. Nachdem wir dort angekommen waren, unterhielten wir uns noch ein wenig, bis ich dann schließlich den Koffer am Schalter aufgab und in Richtung Sicherheitskontrolle lief. Dort verabschiedete ich mich dann endgültig von den Anderen und ging durch den Sicherheitscheck. Es war schon ein komisches Gefühl zu wissen, dass es jetzt tatsächlich losgeht und ich für 10 Monate nicht mehr in Deutschland sein werde, aber meine Vorfreude und Aufregung waren so groß, dass ich diese Dinge schnell vergaß.


Quelle: twitter.com

Am Gate traf ich mich schließlich mit Leonie, einer anderen Austauschschülerin vom PPP. Wir quatschten noch ein wenig, bis wir endlich an Bord des Flugzeugs durften. In einer kleinen Maschine machten wir uns auf den Weg nach Frankfurt. Obwohl der Flug nur rund 35 Minuten dauerte, war er einfach einmalig und unvergesslich, nicht zuletzt aufgrund des wunderschönen Sonnenaufgangs, den ich von meinem Fensterplatz aus genießen durfte.


Sonnenaufgang über den Wolken

Am Frankfurter Flughafen angekommen, machten wir uns sofort auf den Weg zum nächsten Abfluggate. Unsere Koffer mussten wir nicht abholen, da diese bereits bis zum Zielflughafen durchgecheckt waren. Nach und nach kamen auch die anderen Austauschschüler und unser Flugbegleiter von Partnership International e.V. checkte noch einmal die Anwesenheitsliste und die Abflugdaten. Nach einem gemeinsamen Gruppenfoto wurde es dann langsam ernst, denn das Boarding begann. Vorerst mussten wir uns jedoch erst einmal in einer endlos langen Schlange anstellen; nach etwa 30 Minuten Wartezeit durften wir dann unsere Bordkarten vorzeigen und in das Flugzeug - eine riesengroße Boing 747 - einsteigen. Die Aufregung stieg und stieg, als sich das Flugzeug langsam auf den Weg zur Startbahn machte. Und dann war es endlich soweit. Das Flugzeug hob ab und unser neunstündiger Flug nach Chicago begann.


Sicht aus dem Flugzeug

Schon kurz nach Abflug wurden uns Getränke und wenig später auch das Mittagessen serviert. Es gab ein Pastagericht mit Salat und ein kleines Stück Kuchen als Dessert. Obwohl ich es nicht unbedingt erwartet hätte, war das Essen sehr lecker.


Mittagessen im Flugzeug

Aufgrund des wunderschönen Wetters konnten wir nach einigen Stunden Flug sogar die Eisberge von Grönland sehen. Wunderschön! Nachdem wir den Atlantik überquert hatten, erreichten wir in Kanada wieder Land - Gebiete geprägt von endlosen Weiten und malerischen Seenlandschaften. Als wir die us-amerikanische Grenze erreichten, setzte unser Pilot sogleich zur Landung auf Chicago an. Wir flogen direkt über die Stadt, sahen den Michigan Lake, die Wolkenkratzer, große Grünflächen und nicht zuletzt die unzähligen Wohnhäuser, bis wir schließlich am Chicago O'Hare Airport landeten. Der Flughafen liegt etwa 27km außerhalb des Stadtzentrums und war noch im Jahr 2011 der viertgrößte der Welt.


Quelle: whradio.com.cn

Quelle: de.wikipedia.org

Nach der Landung ging es direkt weiter zur Immigration, allerdings mussten wir uns glücklicherweise nicht in die langen Warteschleifen stellen, sondern durften durch einen "Sondereingang" einreisen. Nachdem wir auch diesen Schritt gemeistert hatten, mussten wir unsere Koffer vom Band nehmen, diese durch den Zoll bringen und anschließend erneut aufgeben. Am Zoll mussten wir zudem eine Zollerklärung, welche wir bereits im Flugzeug ausgefüllt hatten, abgeben. Direkt nach der Zollkontrolle trennten sich unsere Wege, denn jeder musste in eine andere Richtung gehen, um noch rechtzeitig seinen Flug zum Zielflughafen zu erreichen.
Mein Abfluggate war am anderen Ende des Flughafens, jedoch musste ich nicht den ganzen Weg zu Fuß gehen, sondern durfte bequem in einen kleinen Shuttle-Zug einsteigen, welcher mich binnen weniger Minuten an das richtige Terminal brachte. Dort musste ich abermals meine Personalien vorzeigen und durch die Sicherheitskontrolle gehen.
An meinem Abfluggate traf ich zufällig auf Mareen. Sie war bereits mit den Anderen und mir nach Chicago geflogen. Wie sich des Weiteren herausstellte, hatte sie sogar den selben Weiterflug nach Houston, Texas wie ich. Wir vertrieben uns die Wartezeit und schauten uns ein wenig um, bis schließlich das Boarding begann. Als Mareen bereits eingestiegen war, wurde ich plötzlich aufgerufen. Am Schalter angekommen wurde mir mitgeteilt, dass ich nicht wie geplant nach Houston und dann weiter nach San Diego fliegen werde, sondern dass ich einen Direktflug von Chicago nach San Diego bekommen würde. Ich war von der Idee begeistert, vor allem deswegen, weil ich so etwa zwei Stunden früher meinen Zielflughafen erreichen würde. Allerdings hatte die Sache einen kleinen Haken -  da ich mein Gepäck bereits aufgegeben hatte, würde dieses auch wie zunächst geplant nach Houston und dann weiter nach San Diego transportiert werden. So würde es auch folglich erst zwei Stunden später als ich an meinem Zielflughafen ankommen.

 
Quelle: tripadvisor.com

Quelle: flickr.com

Auf meinem Nachtflug nach San Diego, Kalifornien, genoss ich den wunderschönen Ausblick über die riesigen beleuchteten Städte. Ein einmaliger Anblick! An meinem Zielflughafen angekommen, erwartete mich bereits meine Gastfamilie mit selbstgebastelten Plakaten. Auch meine örtliche Betreuerin war mit ihrem Mann zum Flughafen gekommen, um mich in den USA willkommen zu heißen. Das war ein wirklich wunderschöner Moment! Leider nicht so erfreulich war dagegen die Tatsache, dass mein Koffer erst in ein paar Stunden ankommen würde. Also beschlossen wir spontan, ihn erst am nächsten Morgen abzuholen. Wir fuhren noch etwa 20 Minuten durch die Stadt, bis wir schließlich am Haus meiner Gastfamilie angekommen waren. Dort schauten wir noch ein wenig fern, bis wir gegen 0.30 Uhr müde in unsere Betten fielen.


Sonnenuntergang über den Wolken

Quelle: ionix.ch

Liebe Grüße,
Samira

P.S. Vielen lieben Dank an alle, die einen Eintrag in meinem Abschiedsbuch verfasst haben. Ich konnte es in den letzten Tagen vor dem Abflug kaum erwarten, das Buch endlich lesen zu dürfen. Danke auch für die Mühe und Zeit, die ihr investiert habt. Die Einträge waren super schön und kreativ. Ich habe mich wirklich sehr darüber gefreut.


Quelle: vivkilesage.blogspot.com

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